Vergangenes Wochenende war gefüllt mit ganz wunderbaren Begegnungen. Eine gute Freundin kam für einige Tage zu Besuch, und wir genossen die gemeinsame Zeit bei guten Gesprächen und Ausflügen.
Zusammen besuchten wir in München die Blickfang. Dort bewunderten wir Dinge, die das Leben schöner machen... Kleinmöbel, Geschirr, Lampen, Mode u.v.m.
Am allermeisten aber bewunderte ich den elfenhaften Schmuck der Hofgoldschmiede und dessen Schöpferin Martina, die selbst wie eine Fee zwischen ihren Schätzen wirkte.
Ihren Blog kenne ich schon lange, aber sie selbst kennenlernen zu dürfen hat mich wahnsinnig gefreut!
Sie steckt ihr Herzblut in jedes der filigranen Schmuckstücke, und kann zu all ihren Kreationen tolle Geschichten erzählen... ich hätte ewig zuhören können!
Ab sofort steht ein Wochenend-Kurs in der Hofgoldschmiede auf meiner Liste für Herzenswünsche.
Auch meine Schwägerin aus Berlin kam letztes Wochenende für einen Blitzbesuch vorbei und war gerne gesehen, sie und der Liebste begleiteten uns übrigens auf die Messe.
Abends dinnierten wir vorzüglich beim besten Italiener wo gibt, nämlich unserem Nachbarn, der ein Restaurant im Ort hat. Die Küche ist jedes Mal grandios, aber leider auch die Preise...
Sonntags packte ich Freundin, Kinder und Hund ins Auto, und fuhr mit ihnen nach Bad Tölz an die Isar. Dort spazierten wir den Fluss entlang, begegneten einem lustigen Rentner und vielen Steinen... aber dazu ein anderes Mal mehr.
Frühlingsblauer Himmel. Draußen ist es schon hell, wenn ich in der Küche das Frühstück vorbereite... eine Wohltat!
Schnee liegt nur noch dort, wo wenig Sonne hinkommt... es wird!
Geburtstagsblumenstraußreste am Küchentisch, und der erste zweistöckige Geburtstagskuchen vom Tochterkind für Papa. Mit Marzipanglasur und Giottokugeln, in der Mitte Nutella - lecker!
Wolkenspiel am Abend, begleitet vom Gesang einer Amsel. Ich werde jedes Mal ein bisschen traurig, wenn ich Amseln singen höre, obwohl ich mich auch freue, weil sie den Frühling verkünden. Vielleicht, weil ich weiß, dass es für manche Menschen der letzte Frühling sein könnte?
Einen Tag lang Hundesitter für eine Bekannte gemacht, die mit Kind und Kegel in den Nachbarort umgezogen ist und zwischen vier Kindern (eines davon mit Windpocken) und Möbelpackern den Hund so schlecht brauchen konnte...
Ging erstaunlich easy, Yoda war überglücklich über den Besuch auf vier Pfoten!
Nach langer Zeit mal wieder mit Herrn Papageno ausgegangen. Schick gemacht, nach München gefahren, gegessen, viel gelacht und Spaß gehabt.
Gestern Nachmittag besuchten wir den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt am Wittelsbacherplatz in München. Eine Freundin hatte mich auf diesen Markt aufmerksam gemacht - leider wurde sie krank und konnte nicht mitfahren.
Schon von Weitem hörte man die alten Klänge der Spielleute in den Abendhimmel steigen. Mich versetzt diese Mittelalter-Atmosphäre immer in eine ganz besondere Stimmung - auf irgend eine Weise fühle ich mich damit sehr vertraut...
Ach, da gab es so viele Dinge zu bestaunen!
Waffen, Schmuck, Lederwaren und Felle. Holzarbeiten, Siegelringe und echte Bienenwachskerzen. Meine beiden Herren aßen am Knödelstand aus rustikalen Keramikschalen Käse- und Speckknödel, während sich das Tochterkind einen leckeren Flammkuchen holte.
Ich selbst gönnte mir einen im Fass geräuchteren Lachs mit Kräuterquark und Meerrettichsahne.
Aus schweren Krügen tranken wir Feuerzangenbowle, die es in sich hatte - mich überkam kurzzeitig ein angenehmer Schwindel - hui!
Herr Sohnemann durfte mit einer Holzarmbrust schießen, und kaufte sich diese im Anschluss von seinem Taschengeld. Eine gute Investition, finde ich. Habe mich spontan daran beteiligt, um daheim auch damit schießen zu dürfen.
Zwischen den vielen Besuchern des Weihnachtsmarktes entdeckten wir immer wieder mittelalterlich gekleidete Menschen, die für authentische Stimmung, und mit kleinen Hinguckern für Unterhaltung sorgten. Ein Mann führte zum Beispiel eine riesige, weiße Dogge durch die Menge. Niemals zuvor habe ich so einen großen Hund gesehen!
An anderer Stelle entdeckten wir einen Bischof mit Schwert und prächtigem Gewand, Edeldamen mit schweren Röcken und junge Mädchen mit Greifvögeln.
Ein Gaukler spielte lustig auf seiner Flöte und flirtete dabei heftig mit umstehenden Damen, während weiße Gestalten auf Stelzen über der Menge schweben zu schienen.
Die Kinder durften an einem Stand mit köstlichen Trockenfrüchten und Naschereien Honignougat probieren,
anschließend bestaunten wir am Nebenstand Schwerter, Streitäxte, Dolche, Rüstungen und Kettenhemden. Hier kaufte ich mir drei Nachbildungen alter Münzen: eine spanische Duplone, einen Silbertaler, sowie eine römische Münze. Die Münzen sehen aus wie Filmrequisiten - ich liebe sowas!
Ein paar Schritte weiter entdeckten wir Hagrid mit seinem schweren Fell-Mantel, wie er sich einen starken Obstler hinter die Binde kippte...
Bevor wir den Heimweg antraten, ließen wir zum Kauf eines dichten, wunderschönen Rentier-Felles hinreißen.
Der Plan war, dieses Fell im Wohnzimmer für Yoda auszulegen, und die alte, häßliche Wolldecke zu entsorgen, auf der er bisher immer lag.
Leider scheint Yoda lieber an dem wunderbaren Fell zu knabbern, anstatt darauf zu liegen... ich erwäge, es zu retten und für mich selbst zu benutzen - es ist so herrlich gemütlich!
Vergangenen Sonntag, am letzten Tag der diesjährigen Wiesn, trafen wir uns zum traditionellen Mädels-Abend auf dem Oktoberfest.
Fünf Damen, fesch herausgeputzt im Dirndl, feierten ausgelassen bis zum offiziellen "Aus is" bei der Fischer-Vroni. Da wir einen reservierten Tisch hatten, ließen wir uns nicht nur eine Mass nach der anderen bringen, sondern auch Fischplatte und Wiesn-Hendl. So lecker!
Leider habe ich kaum Bilder zu zeigen... sagen wir mal, aus Gründen.
Die Dirndl-Aufnamen habe ich rasch daheim gemacht, bevor wir mit der S-Bahn nach München fuhren - da war ich noch frisch.
Der Tierpark Hellabrunn ist immer wieder einen Besuch wert, und ich werde eigentlich nie müde, all die vielen Tiere dort zu bestaunen und zu beobachten. Zwei wunderschön gestaltete Abenteuerspielplätze bieten den Kindern tolle Spielmöglichkeiten, während die Erwachsenen eine kurze Pause im Biergarten machen und etwas trinken...
Dieses Jahr hatten wir allerdings unseren Hundewelpen dabei. Da war man mehr mit Beaufsichtigung des Hundches beschäftigt, als mit Besichtigung der Zootiere!
Dabei war Yoda eigentlich sehr brav... aber man unterschätzt die Wirkung eines süßen Welpen auf die Umwelt!
Alle fünf Sekunden kniet jemand neben dem Tierchen nieder, um es zu streicheln. Das macht auch den stärksten Hund irgendwann kirre.
Andererseits hat man ja durchaus Verständnis für die Verzückung der Menschen und möchte nicht unfreundlich sein... eine schwierige Sache, das!
Die Eisbären habe ich nur kurz zu Gesicht bekommen - es standen einfach zu viele Menschen vor der Glasscheibe. Gut, ich habe eh mein eigenes Eisbärbaby.
Herr Sohnemann liebt es, durch den Tierpark zu schlendern! Er ärgerte sich sehr, dass er nicht an seine eigene Kamera gedacht hatte und bat mich immer wieder, Tiere für ihn zu fotografieren.
Da wir in Begleitung von Schwägerin und Schwager waren, durfte Herr Sohnemann mit den beiden noch eine Stunde länger im Tiergarten bleiben, nachdem wir mit einem völlig erschöpften Hund den Ausflug vorzeitig abbreche mussten.
Ich fand es sehr schade, den Ausflug nur im Schnelldurchlauf erlebt zu haben. In ein paar Jahren wird es mit Yoda wesentlich entspannter sein, falls wir ihn wieder mitnehmen. Wenn er größer ist, kann man ihn ohne Weiteres ein paar Stunden daheim lassen, sollte ein Ausflug dieser Art auf dem Programm stehen.