27. Juni 2015

Tattoo // Ja - Nein, oder nur vielleicht?

Also, an anderen Menschen fand ich schon sehr oft, dass Tätowierungen toll aussehen. Natürlich fand ich ebenso oft die Körperbemalung anderer Leute ziemlich daneben. Ist klar, weil Geschmacksache und so.
Jeder wie er mag.

Als Jugendliche habe ich mir drei winzige Punkte in die Augenwinkel gemalt - quasi künstliche Sommersprossen. Fand ich extrem schick damals und trug diese Bemalung sogar in der Arbeit.
Das wurde toleriert, ich war ja noch so jung. Außerdem, glaube ich, fanden meine Ausbilder diesen Anblick immer noch besser, als abgeschnittene und ausgefranste Jeans...
Als ich meine Ausbildung zur Kosmetikerin machte, kaufte ich mir einen Bildband über thahitianische Tätowier-Kunst. Ich finde die Abbildungen großartig... was meint Ihr?
Obwohl ich viele der gezeigten Ornamente und Muster echt stark finde, konnte ich bis heute nie die Entscheidung treffen, selbst eine dauerhafte Hautbemalung machen zu lassen.
Nicht, weil es mir nicht gefällt.
Eher, weil ich mich nicht entscheiden könnte, was ich genau möchte.
In letzter Zeit ertappe ich mich immer öfter bei dem Gedanken an ein Tattoo. Vielleicht liegt das an der Lebensmitte?
Eine nun getroffene Entscheidung könnte man nicht mehr jugendlichem Leichtsinn zuschreiben.... andererseits bin ich auch nicht mehr vom Wohlwollen oder Meinungen anderer abhängig.

Ich führe ein freies und selbstbestimmtes Leben. Mein Körper gehört mir, und gemeinsam haben wir schon vieles durchgestanden... warum sollte ich mich nicht für eine ganz persönliche Art der Dekoration entscheiden?

Sicherlich werde ich mir keine riesigen Sonnen auf die Pobacken stechen lassen - das ginge ein bisschen zu weit, nicht wahr?
Aber gerade diese winzigen Symbole haben es mir sehr angetan!

Hier habe ich übrigens auch einige Bilder zum Thema gesammelt.
Wie denkt Ihr über Tattoos?
Habt Ihr welche, und tragt sie seitdem mit Stolz?
Wenn ja, wie habt Ihr für Euch das Passende gefunden?

*****

NEU * NEU * NEU

Ihr könnt mich jetzt auch auf Instagram finden - ich habe mich entschieden, meinen Account freizuschalten. Schaut doch mal vorbei - ich würde mich sehr freuen!

Kommentare:

  1. Wenn ich einen tahitianischen Knackarsch hätte und den ganzen Tag im Baströckchen am Strand rumspringen würde, täte ich vielleicht drüber nachdenken (wirklich tolle Fotos im Bildband), aber ich habe für mich entschieden, dass ich mit Mitte 40 lieber eine unbeschriebene Leinwand bleiben möchte. Mir ist das auch einfach zu endgültig, und ich weiß nicht, ob ich mit 70 immer noch gerne auf solche Muster an mir blicken mag (um festzustellen, dass ich ja doch kein so wildes Ding war) ;-). Bin da ganz pragmatisch-langweilig....

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    1. Ich fall gerade vom Stuhl vor lachen...!
      Einen thahitianischen Knackarsch hätte ich auch furchtbar gerne!

      Wenn ich darüber nachdenke, mit 70 oder 80 auf Muster blicken zu müssen... da könnte ich mir spontan einen separaten, tollen Bildband dazu vorstellen...
      Ältere Menschen mit Runzeln und Körperbemalung... in SchwarzWeiß... das könnte bestimmt interessant aussehen...

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  2. Hmmmm....ich mags nicht. Also, an mir mag ich es nicht. Ich bin jemand der sich schnell satt sieht und ein Motiv hinter dem ich mit Überzeugung stehe gibt es nicht wirklich.
    Aber ich habe einen Körperschmuck den niemand sieht und den ich wenn ich irgendwann will entfernen kann ohne Spuren und Narben :-))))
    L.g Petra

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    1. Du weißt genau, was Du willst (und was nicht), das finde ich super!
      Nichts ist schlimmer, also solche Entscheidungen wegen eines Trends zu treffen, dem man hinterher jagen möchte!

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  3. Ich hab zwei Tattoos und liebe beide. Ein Tribal zwischen den Schulterblättern - ohne Bedeutung. Und eine Lilie auf dem Fußrücken. Lilie ist die Übersetzung meines Namens aus dem hebräischen. Das bin ICH!
    Ein gewisser Suchtfaktor ist beim Tätowieren allerdings auch dabei. Ich kenne kaum jemanden, bei dem es bei einem blieb. ;-)

    Liebste Grüße
    Susi

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    1. Oweia - mit dem Suchtfaktor hast Du wahrscheinlich Recht!
      Ich kenne nämlich auch keinen, der nur EIN Tattoo hat...

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  4. Einige Tattoos finde ich ganz hübsch , liebe Papagena . Doch ich möchte keines haben . :)
    Liebe Grüsse Heike

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    1. Liebe Heike,
      was für ein Glück, dass wir solche Entscheidungen vollkommen freiwillig treffen können, nicht wahr?

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  5. Hallo Papagena,
    Tattoos sind auch bei mir ein kleines Thema. Ich möchte mir unbedingt die Narbe, wo der Chemo-Port rein und raus kam, übertätowieren lassen mit Schnörkeln und dem Pink-Ribbon-Symbol drin. Allerdings wurde mir jetzt von zwei Tätowierern abgeraten :-( wegen der Stelle und der Beschaffenheit des Gewebes.
    Zuerst wollte ich dann an einer anderen Stelle, aber das wäre es dann nicht. Ich denke ich lasse es also und wer weiß wofür das gut ist...
    Aber prinzipiell finde ich dezente, gut gemachte Tattoos okay, wenn es zur Persönlichkeit und auch zum Job passt. Gestern Abend habe ich im TV eine junge Frau gesehen, die hatte am Hals vorne eine Hand (in Originalgröße, wie wenn sie gewürgt würde). Das fand ich fürchterlich.

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    1. Dass man mit einer Tätowierung eine ganz eigene, persönliche Sache verbindet - ein Erlebnis oder etwas, das man hinter sich gelassen hat... das finde ich sogar richtig wichtig. Dann hat es für einen selbst eine gewisse Bedeutung.
      Oder es ist ein "Mahnmahl", wenn man so will.

      Die Würge-Hand ist tatsächlich unvorstellbar!
      Wer macht denn sowas grässliches?!
      Puh!

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  6. Ich bin gerade auch in der Entscheidungsphase, ob ich ein Tattoo möchte, und mir geht es genauso wie dir: Ich finde es total schön, aber ich kann mich nicht entscheiden, welches Motiv ich möchte - oder wo es hin soll! ;-) (Auch wenn es in eine ganz andere Richtung geht als bei dir.)
    Auf Instagram folge ich dir doch mal direkt. :-)

    Liebe Grüße
    Nele

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    1. Hallo Nele,
      in welche Richtung geht es denn bei Dir?
      Nicht, dass ich neugierig wäre...

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  7. Interessant, interessant! Also ich bin seit 12 Jahren unglaublich glücklich mit meinem Schmetterlingstattoo im Nacken. Auch wenn ich das Tattoo mit Anfang 20 habe stechen lassen, hatte es eine ganz besondere Bedeutung für mich, einen Schritt in die Freiheit, das Entpuppen zum Schmetterling, und ich erinnere mich immer gerne daran zurück, ganz zu schweigen an die Südamerikareise, wo es verewigt wurde. Ich könnte jetzt ellenlange philosophische Gedanken dazu schreiben, aber das lasse ich lieber ;) Auf jeden Fall ist das Tattoo ein Teil von mir und das bin ich. Wunderschön finde ich es immer noch und das sicher auch noch mit 80. Obwohl, dann werde ich es wahrscheinlich gar nicht mehr sehen können :)
    Liebe Grüße und eine ganz schöne Woche dir mit oder ohne Tattoo :), deine Schwester Anette

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    1. Ich kenne Dein Tattoo und finde es auch SEHR schön!
      Falls ich mir eines zulege, dann aber gerne an einer Stelle, wo ich es selbst auch im Blick habe. Ganz liebe Grüße nach Berlin, und einen dicken Schmatzer an meinen kleinen, süßen Neffen!

      Papagena

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  8. Liebe Papagena,
    ich habe auch zwei Tätowierungen (bald drei) die alle eine Beudeutung für mich haben. Das erste habe ich selbst gezeichnet und es mir kurz vor dem zweiten Lehrabschluss stechen lassen. Das zweite ist ein Schriftzug auf afrikanisch (ich reiste drei Monate in Afrika) und bedeutet Familie. Und das dritte wird eine Feder sein mit dem Wort Zeit dabei. so dass ich immer wieder daran erinnert werde, das Zeit alle ist was wir haben.
    Die thahitianische Körperkunst gefällt mir auch sehr gut, die finde ich besoners an Männern immer sehr einfrücklich. Mich nimmt es immer sehr Wunder, welche Bedeutung und Geschichte hinter den einzelnen Tätowierungen der verschiedensten Menschen steht. :-)
    Liebe Grüsse Alizeti

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