Seitdem das Katervieh im Morgengrauen um 4:00 am Schlafzimmerfenster maunzte, bin ich wach. Nachdem ich ihn herein gelassen hatte, konnte ich einfach nicht mehr einschlafen.
Also schlich ich mich ins Büro und sah mir verschiedene Fotografen-Seiten im Internet an. Ich werde nämlich am Wochenende eine Freundin mit Mann und Kindern knipsen und bin deshalb ETWAS nervös.
Natürlich habe ich schon oft und viel fotografiert - aber eben immer zwanglos nur für mich selbst... es ist etwas anderes, wenn man so offiziell gefragt wird. Klar, dass ich mich nicht blamieren und gute Bilder machen will!
In solchen Dingen habe ich durchaus hohe Ansprüche an mich selbst!
Jedenfalls habe ich mir heute morgen viele Ideen holen können!
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Das andere Thema, welches mich sicherlich ebenso schlaflos macht... das ABNEHMEN...ist viel komplexer und vielschichtiger, als ich im ersten Moment ahnen konnte.
Es geht um viel mehr, das merke ich jetzt immer deutlicher.
Gewicht zu verlieren ist nur ein ganz oberflächlicher Wunsch... die Spitze des Eisbergs sozusagen. Es ist eine Form des Wohlfühlens.
Tatsächlich geht es um eine ganz grundsätzliche Einstellung zum Leben... zu MEINEM Leben. Was wünsche ich mir, was habe ich für Ansprüche an das Leben - an mich?
Und auch: was bin ich bereit zu GEBEN?
Ja, es gibt unzählig viele "Volksweisheiten", die mir momentan einfallen... z.B. der jedem bekannte Spruch:
Jeder ist seines Glückes Schmied.
Oh ja - schon oft gehört!
Aber es stimmt!
Und es ist diese uralte Frage nach dem Sinn des Lebens, dem Erlangen innerer Zufriedenheit und Ausgeglichenheit,
seine Werte zu kennen und sich gleichzeitig MIT DEN SCHWÄCHEN, die man ja auch hat, zu lieben.
Sich selbst Fehler zu vergeben, gut zu sich sein.
Das ist alles so leicht dahin gesagt... aber DAS ist tatsächlich der Beginn des GEBENS.... nur aus dieser Kraft kann man auch Liebe und Verständnis für andere aufbringen.
Dann die Rolle der Frau... MUTTER...
Lebensspenderin, Kümmerin, MUTTER Natur, MUTTER Erde...
Die MUTTER ist normalerweise der Ruhepol einer Familie.
Der Dreh- und Angelpunkt. Die Familien-Managerin. Die Pflegerin. Die Köchin. Die Gestalterin. Die Partyplanerin. Die Hausaufgabenbetreuerin. Die Versorgerin. Die Vorleserin. Die Hausfrau. Die Trösterin. Die Mutmacherin. Die Wärmende. Die Geburtstag-Nicht-Vergesserin. Die Gastgeberin. Die Gärtnerin. Die Gute-Nacht-Lied-Sängerin und Kinder-Zudeckerin.
Als nächstes taucht die Frage nach den Werten auf.
Was sind für mich wichtige Werte des Lebens?
Welche Werte möchte ich vorleben und weitergeben?
Vorbild sein ist eine große Verantwortung!
Aber selbst wenn es nicht immer so ganz klappt mit dem Vorleben... Kinder können die Ernsthaftigkeit dahinter spüren und sogar kleinere Fehltritte verzeihen!
Ausnahmen bestätigen die Regel - wieder so ein Spruch!
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Vielleicht bringt es auch das Alter mit sich, dass man sich in bestimmten Abständen immer wieder neu "justieren" muss.
Sich neu definieren, seinen Standpunkt überdenken.
Auch Rückblick halten!
Was habe ich bisher geschafft, worauf bin ich stolz?
Und welche vermeintlichen Ziele haben mit den Jahren vielleicht sogar ihre Wichtigkeit verloren und passen überhaupt nicht mehr zu MIR?
Das Leben ist ein ständiger Wandel...es ist nie "fertig".
Man kann nicht ENDGÜLTIG ankommen, scheint es mir!
Als sich der kleine Bastian von einem Wunsch zum nächsten treiben ließ... bis fast alles Wünsche aufgebraucht waren...
welche zwei Wünsche waren nach seiner langen Reise die Letzten?
Geliebt zu werden - und selbst zu lieben
Darin steckt eine tiefe Wahrheit!
Das ist es wohl, was uns Menschen am Ende miteinander verbindet.
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Das neue Jahr bringt vieles in Bewegung... ich spüre es jetzt schon deutlich!
Der Blick heute morgen in den Garten hatte auch etwas sehr friedliches:
So, und damit Ihre seht, dass Frau Papagena trotz tiefschürfender Erkentnisse ihren Humor noch lange nicht verloren hat,
"Ich weiß von mir, dass ich mit großen Projekten und Vorsätzen für jedes neue Jahr grandios scheitere.
Wer handelt schon vorsätzlich?
Doch nur Kriminelle."
Kolumne erschienen in der Zeitschrift "Gesund leben" , das Stern-Magazin für Körper, Geist und Seele, Ausgabe Nr.1/2012