27. März 2015

Ausflug // Spaziergang zu den Stein-Pyramiden an der Isar

Als neulich meine liebe Freundin zu Besuch da war, fuhren wir gemeinsam mit dem Tochterkind und Yoda nach Bad Tölz, um an der Isar Richtung Lenggries zu laufen.
Ein wunderschöner Weg führt direkt am Fluss entlang, im Hintergrund sieht man die Berge. An diesem Tag roch die Luft noch immer nach Schnee, obwohl dieser nur noch in schattigen Mulden zu finden war. Die Sonne schien am blauen Himmel, der Fluss rauschte und leuchtete in klaren Grüntönen.
Yoda sprang in großen Sätzen über die weißen Flusskieselsteine am Ufer, und freute sich über das kalte Wasser.

Seht Ihr die kleine Blick-ins-Glück-Hütte unten? Wer immer dieses Holzhaus so getauft hat, hatte vollkommen Recht!
Fräulein Tochter warf kleine Steine ins Wasser, und schichtete Größere zu einer Feuerstelle im Kreis auf. Anschließend sammelte sie Treibholz und altes Laub, um ihren Feuerplatz perfekt zu machen.
Am Ufer trafen wir einen älteren Herrn, der uns erzählte, er sei gerade ein paar Meter im Fluss geschwommen. Auf meinen skeptischen Blick hin versicherte er mir, er wäre tatsächlich beinahe täglich am Fluss, um zu Baden... zu jeder Jahreszeit. 
Sowas härte ab, die Kälte sei kein Problem.

Selbstverständlich würde ihm jeder einen Vogel zeigen, aber das sei ihm egal - und falls er tatsächlich eines Tages wegen der Eiseskälte einen Herzstillstand erleiden sollte, würden sich die Leute in Bad Tölz an der Schleuse eben über eine nackte Wasserleiche wundern müssen. Dieser Gedanke schien ihn sehr zu erheitern!

Nachdem ich amüsiert anmerkte, dass sein Humor ziemlich morbide sei, fühlte er sich geradezu angestachelt, über den Tod im Allgemeinen und das Ertrinken im Speziellen zu philosophieren. Anschließend vertiefte er sich ins Stockwerfen-Spiel mit Yoda.

Als Fraulein Tochter mich um ein Feuerzeug für ihre vorbereitete Feuerstelle bat, erklärte der lustige Renter uns erst ausführlich, warum Feuermachen am Fluss nicht erlaubt sei, um anschließend mit ein paar Streichhölzern auszuhelfen, die er aus seinem zerschlissenen Rucksack fischte.

Ich bat ihn darum, es mit einem winzigen Feuerchen zu versuchen, mehr wäre bei dem starken Windgang eh nicht zu erwarten...
Tatsächlich schaffte es der nette Herr, eine kleine Flamme zu erzeugen, die kurz und flackernd über das feuchte Laub hüpfte, um dann sofort wieder zu erlöschen. Zurück blieb aromatischer Rauchduft, und eine begeisterte 11-Jährige.
Wir verabschiedeten uns von unserer Isar-Bekanntschaft, und folgten dem Weg weiter bis zu den Stein-Pyramiden. Im Vergleich zu unserem letzten Ausflug an diesen Ort haben die Steinhaufen etwas von ihrem Glanz verloren. Dennoch waren wir wieder aufs Neue beeindruckt.

Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen, an einem alten, magischen Ort zu stehen... vielleicht alte Grabstätten, oder irgend etwas Religiöses?
Aber nein, die Steinpyramiden werden in der Tat Jahr für Jahr von einem Rentner aus Tölz aufgeschichtet. Jedes Jahr reisst der Fluss bei Hochwasser einige der mühsam errichteten Haufen fort, doch bisher wurden sie immer wieder repariert und erneuert.

Von unserer Wassermann-Bekanntschaft hatten wir erfahren, dass der Steinstapler mittlerweile zu alt geworden sei, um alles intakt zu halten. Im fehle die Kraft, um mehr als zwei Stunden pro Tag Steine zu schleppen, so dass nun allmählich der Verfall beginne.

Ich finde das sehr schade, denn dieser Ort am Fluss ist wirklich etwas Besonderes und eine Ausflug wert!

26. März 2015

Alltag // Kreuz und Quer durchs Haus

Heute mal kalt und regnerisch. Wobei Regen momentan gar nicht so schlecht ist, draußen, für die Pflanzen und so.

Mit dem Hund nur eine kurze Runde gedreht, weil siehe oben.

*****

Mich tagsüber gefreut, als neue Babybilder meines Neffen auf dem Handy eintrafen. So ein süßer, kleiner Schrumpelwicht!
Ich würde ja furchtbar gerne an ihm schnuppern, wenn ich nicht so weit weg wäre... Neugeborene duften doch immer so wunderbar.
Morgen steht die nachträgliche Geburtstagsfeier des Herrn Sohnemann an, er hat 4 Freunde zum Übernachten eingeladen. Haben aufgrund des schlechten Wetters von der Lagerfeuer-Idee Abstand genommen, und statt dessen 1,5 Std. Bowling reserviert.

Danach Sandwich-Toats für alle, Saft und Limo und zu späterer Stunde beim gemeinsamen Filmabend die üblichen Knabberein... Völlerei pur!
Muss aber sein, finde ich - sonst war´s keine gescheite Party.

Schlaflager muss ich morgen noch aufbauen, und Einkaufen fahren.
Das Tochterkind hat beschlossen, diese Woche vegetarisch zu essen.

Montagmorgen am Frühstückstisch dann die Frage: "Mama, ist Wurst eigentlich auch Fleisch?". Nach Aufklärung der Sachlage verzichtete sie auf ihre geliebte Mettwurst, und tat die vergangenen Tage Frischkäse, Honig und vegetarischen Tomatenaufstrich aufs Brot.

Bin gespannt, wie ihr Fazit am Ende der Woche ausfällt.
Herr Sohnemann schreibt Einsen und Zweien, ohne überhaupt viel für die Schule zu lernen... manchmal ist das Kind mir unheimlich. Ich sollte einen Mutterschaftstest machen. Für den Übertritt sieht es momentan jedenfalls erfreulich gut aus.
Einfach so, weil es mir gerade einfällt:

Als ich im Sommer mit meiner kleinen Nichte und den Rabauken in München durch die Straßen bummelte, machte ich einen sehr netten Schnappschuss von ihr mit meinem Handy. Sie wollte das Bild natürlich gleich sehen, und rief anschließend begeistert:
"Toll, das gefällt mir! Kannst Du mir das gleich ausdrucken?"

Klar, ich habe einen Mini-Drucker im rechten Ohr.
Sowohl das Tochterkind, als auch Herr Sohnemann fangen momentan an, Bücher zu lesen. So richtig, nicht nur die ersten zwei Kapitel.

Mich freut das sehr, obwohl ich auch etwas wehmütig bin... ich lese nämlich SEHR GERNE vor!
Habe sogar schon einmal aus reiner Vorleselust dem Liebsten einen Bayern-Krimi komplett vorgelesen... Abend für Abend.
Hörbuch de Lux.
Das Tochterkind führt neuerdings regen Briefverkehr mit ihrer Oma in Berlin. Und ich darf NICHT lesen, was da so hin und her geschrieben wird. Hmpf.
Sie wird jetzt halt groß.
Zuletzt eine Frage: ich würde dem Tochterkind wahnsinnig gerne einen Kinder-Nährkurs schenken, da sie so viel Freude mit ihrer kleinen Nähmaschine hat. Leider kann ich ihr selbst kaum etwas beibringen... es weiß nicht zufällig jemand von Euch einen Nähkurs im Umkreis Miesbach/Tölz/Rosenheim?

Bin leider im Internet nicht fündig geworden bislang.

25. März 2015

Frühstück // Erdbeer-Bananen-Smoothie

Heute statt Brot zum Frühstück:

Milch
Joghurt
Banane
Erdbeeren (leider noch keine Heimischen)
1 TL Mandelmus
ein paar Hafer-Schmelzflocken
Cremig - fruchtig - und herrlich sättigend!

*****

Falls Ihr denkt, ich low-carbe hier fröhlich und vorbildlich vor mich hin... Pustekuchen!
Ich schwanke seit vielen, vielen Wochen zwischen guten und mega-verkackten Tagen hin und her.

Mal bin ich motiviert und mache mir sorgfältig mein Essen,
mal ist mir alles wurscht und ich mampfe Geburtstagsmuffins & Co.

Nur mal so am Rande, damit hier kein falscher Eindruck entsteht.

23. März 2015

Über Entbindungen, Glückstage und Dankbarkeit

Heute vor 10 Jahren war ein großer Freudentag, denn Herr Sohnemann wurde geboren und machte unsere Familie komplett.

Dieser kleine Junge kam zu uns, und sorgte erst einmal für Wirbel und Verunsicherung, denn nur wenige Stunden nach der Entbindung wurde er mit einem Rettungswagen in die Kinderklinik verlegt. 

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nur, dass etwas mit dem Baby nicht stimmt... die Blutwerte seien nicht wie sie sollten...
Ich unterzeichnete in Windeseile meine Entlassungspapiere und folgte dem Kleinen zusammen mit seinem Vater im eigenen PKW quer durch München. Bis heute kann ich kaum in Worte fassen, wie ich mich während dieser Fahrt durch die Stadt fühlte. Ich hatte eiskalte Finger vor Sorge und Beklemmung, das weiß ich noch.

In der Kinderklinik bekam ich ein Feldbett im Zimmer unseres Babys aufgestellt. Das Kind, das mittlerweile knallgelb angelaufen war, musste rund um die Uhr mit einer speziellen Lampe bestrahlt werden, und lag dafür unbekleidet und mit Schutzbrille in einem Glaskasten. Es weinte durchgehend, doch ich durfte nicht einmal das Händchen halten, da die Haut möglichst flächendeckend bestrahlt werden sollte. Also saß ich stundenlang vor dem Glaskasten und weinte mit.

Starke Nachwehen, Sorge um das Neugeborene, und Heimweh nach Geborgenheit in den eigenen vier Wänden ließen schon nach wenigen Tagen die Muttermilch versiegen... dennoch versuchte ich drei weitere Wochen mithilfe einer Milchpumpe alles im Fluss zu halten und den Kleinen zu stillen. 
Wir waren bereits wieder zu Hause, als mir der Kinderarzt streng ins Gewissen redete, dass ich umgehend Babynahrung zu besorgen hätte.

Weitere Tränen, Gefühle des Versagens und der Überforderung, und eine kleine große Schwester (sie ist nur 23 Monate älter), die mit der Aufmerksamkeit, die ihrem Brüderchen zuteil wurde, nicht umgehen konnte.

Ja, die Anfangszeit mit Herrn Sohemann und dem Tochterkind war weder schillernd, noch glückseelig.

*****

Rückblickend betrachtet hatten wir eben einen holprigen Start. Es gibt weitaus Schlimmeres, da möchte ich mir gar nichts vormachen.

Nun wissen wir seit 10 Jahren, dass Herr Sohnemann an einer genetisch bedingten Blutkrankheit mit dem wohlklingenden Namen "Kugelzellenanämie" leidet. Wobei gleich gesagt sei, dass er überhaupt nicht leidet, sonder ganz fidel vor sich hinlebt damit!

Es gibt allerdings einige Dinge, die sind nun mal, wie sie sind.

Er ist zum Beispiel immer sehr blass, gelegentlich auch richtig gelb, wenn es ihm nicht gut geht.
Es fehlt im die Kondition, um mit Freunden im Verein Fussball zu spielen... er könnte schon, aber es kommt dabei nicht zu Ballkontakt.

Dennoch, er darf tun, worauf er Lust hat, solange er lernt, auf die Signale und Grenzen seines Körpers zu hören. Er fährt begeistert Ski, er schwimmt und taucht wie ein kleiner Wassermann, er springt mit seiner Schwester auf dem Trampolin, fährt Fahrrad, Schlittschuh, Inliners und Roller und liebt sogar den Schulsport.

Einmal im Jahr fahren wir nach München und lassen seine Blutwerte kontrollieren. So manches Mal saßen wir bei starken Fieberschüben auch des Nachts mit dem Kind in der Notaufnahme...bisher gab es keinen Anlass zur Bluttransfusion - toi-toi-toi!

Da seine Milz doppelt so groß ist, wie bei gleichaltrigen Kindern, muss er regelmässig zur Bauch-Sonographie. Es besteht die frühzeitige Gefahr von Gries- und Steinbildung (Gallensteine, Nierensteine usw). Bisher war nix - toi-toi-toi!

Einem Kugelzellenanämie-Kind muss früher oder später ein Großteil der Milz entfernt werden, um die Blutwerte dauerhaft stabilisieren zu können. Angeblich verbessert dieser Eingriff die Lebensqualität der kleinen Patienten nachhaltig. Uns wurde mittlerweile angeraten, über eine Operation nachzudenken - wir denken noch.

Weitere Gespräche erfolgen hierzu im April.

*****

Mir ist es all die Jahre immer wichtig gewesen, dem Kind niemals das Gefühl zu vermitteln, krank zu sein. Er ist nicht "krank". Er hat nur eigenwilliges Blut.
Wir haben ihm beigebracht, dass es wichtig ist, gut auf sich acht zu geben. Dass es toll ist, wenn er tagsüber richtig viel trinkt, damit der Körper gut durchgespült wird. Ob er genügend trinkt, kann man wunderbar an seinen Augen ablesen, die sofort gelb und trüb werden, wenn Flüssigkeit fehlt.
Er kennt das, ist extrem kooperativ.
Ich sage: "Kind, du solltest etwas trinken."
Er geht in die Küche, und trinkt zwei Becher Saftschorle - kein Thema.

*****

Heute feierten wir seinen 10.Geburtstag.
Wir feierten fröhlich und ausgelassen - wie ein Kindergeburtstag nun mal sein sollte.

Und ganz im Stillen, da feiere ich das kleine Wunder, das ich jeden Tag in seinen Augen sehe. Das zarte, blitzgescheite Wesen, das so viele Fragen hat und so viel wissen möchte.
Ein kleines Kerlchen mit großem Herz und Verstand - ich feiere schon jetzt diesen großartigen Menschen, der er ist.
Und während ich vorhin diesen Text hier schrieb,
brachte meine jüngste Schwester in Berlin ihren Sohn zur Welt.

Man stelle sich das vor! Genau am selben Tag, nur 10 Jahre später!
Ich bin unfassbar glücklich heute Abend!
Fräulein Tochter hatte heute früher Schule aus und überraschte ihren kleinen Bruder am Nachmittag mit einem selbstgebackenen Geburtstagskuchen. Sie hatte extra dafür vom Taschengeld kleine, bunte Kerzen besorgt, die er feierlich auspusten durfte.

Wer Kinder hat, wird wissen, dass das Thema "Wer darf die Kerze ausblasen" unter Umständen einen richtigen Geschwister-Zank hervorrufen kann. Umso großzügiger ist die Geste, ihrem kleinen Bruder 10 Kerzen zu entzünden, die er ALLE ALLEINE auspusten darf!

Süßkartoffeln und Pastinaken vom Blech

Was gibt es heute?

Süßkartoffeln und Pastinaken im Ofen gebacken

Dazu: frischer Sauerrahm mit Kräutern

21. März 2015

Wiese oder Rasen? // Wieviel Zeit und Arbeit möchte ich investieren?

Als wir unser Haus vor fünf Jahren kauften, freuten wir uns wie Schnitzel über den großen Garten, den wir so lange ersehnt hatten. Die Kinder riefen: "Juhu, endlich können wir barfuß durch den Garten rennen!", zogen ihre Sandalen aus und traten in die Bienen, die überall auf dem blühenden Klee saßen.

Großes Geheule, Anschaffung von Gartenschuhen für alle.

Obwohl wir uns weiterhin über den Blick ins Grüne freuten, bemerkten wir beim näheren Hinsehen, dass man die Grashalme an einer Hand abzählen konnte. Dazwischen wuchs Moos, Löwenzahn, Klee, Maiglöckchen und anderes Gedöns, dessen Namen ich bis heute nicht kenne. Wir hatten eine hübsche Wildblumenwiese mit starkem Mooswuchs in den schattigeren Bereichen.

Dank unserer Gartenschuhe waren wir damit die ersten Jahre sehr glücklich.

Als wir aber die große Garten-Umgestaltung machten, neue Terrasse und Treppe anlegten, war der Flurschaden enorm. Von Wiese war nichts mehr zu sehen, Bagger & Co. hatten den Garten komplett verwüstet.

An dieser Stelle entschieden wir uns für einen Rollrasen, um den Restsommer möglichst grün genießen zu können.

Habt Ihr schon mal gesehen, wie Rollrasen verlegt wird?
Das Gras wird auf großen Rollen geliefert und wie ein Teppich ausgelegt. Anschließend muss man zwei Wochen lang täglich wässern, und schon ist der Rasen mit dem Untergrund verwachsen. Top!
Herr Papageno verlegt den neuen Gras-Teppich
 

Mit einem Mal hatten wir saftigen, dunkelgrünen Rasen im Garten, der jedem Golfplatz Konkurenz machen konnte - wir waren begeistert!

Yoda im Sommer 2014 auf unserem Privatgolfplatz - nur, wo sind die Löcher?
 

Wenn man aber langfristig Freude mit dem tollen Rasen haben möchte, muss man Zeit und Arbeit investieren. 

Man muss mindestens einmal wöchentlich mähen, besser sogar zweimal mit geringem Abschnitt. 

Man sollte drei bis viermal im Jahr düngen, was bedeutet, dass Frau Papagena eine geschlagene Stunde mit einem Eimerchen durch den Garten schleicht, und Bahn für Bahn mit der Hand den Dünger ausstreut. Lacht nicht, aber ich finde die Verteilung mit dem dafür vorgesehenen Streuwägelchen nicht gleichmäßig genug!

An sehr heißen Tagen sollte der Rasen in den Morgen- oder Abendstunden gegossen werden, was bedeutet, dass Frau Papagena eine gute halbe Stunde mit dem Gartenschlauch in der Hand durch den Garten schleicht, und Bahn für Bahn den Regenmacher spielt.

Vor einigen Tagen bekamen wir Post von unserer Rollrasenfirma mit Tipps für den Start in den Frühling.
Darin riet man uns, den Rasen mit einem Rechen zu "kämmen", um ihn von braunen Winterflecken, modrigem Herbstlaub und anderem Unrat (in unserem Fall Hundehaufen und Silvesterkracher) zu befreien. 
Dies bedeutete, dass Frau Papagena eine geschlagene Stunde mit dem Rechen durch den Garten schlich, und sorgfältig den Rasen kämmte.
Unser Rasen heute morgen nach dem Winter, in nur wenigen Wochen wird wieder alles saftig grün sein.
 

Heute werden der Liebste und ich die erste Düngung des Jahres vornehmen, und anschließend einige, kahl gewordene Stellen nachsäen. Vom Vertikutieren rät unser Rasenratgeber übrigens dringend ab, da sich dadurch im Frühjahr nur vermehrt Flugsamen (besonders des Löwenzahnes) ansiedeln können, und außerdem die Rasenpflanzen unnötig geschädigt werden. Aha.

Das klingt alles furchtbar aufwendig, und das ist es auch. Da ich aber bis heute die Arbeit im Garten als entspannenden Ausgleich zu all den anderen Pflichten des Alltags empfinde, bin ich gerne bereit, mein Rasen-Baby zu hegen und zu pflegen. Das Gießen in den Morgenstunden empfinde ich als pure Meditation.


*****


Für uns war die Entscheidung für einen Rollrasen Gold wert. Als Gärtner-Neulinge bekamen wir damit einen großen "Start-Bonus" für den Garten, den es nun über die Jahre "nur" zu erhalten gilt.
Da unser Garten in den Sommermonaten wie ein zusätzlicher Wohnraum ist (sogar DER Wohnraum schlechthin), sind wir gerne bereit, Zeit und Arbeit zu investieren. Wir bekommen auf der anderen Seite so viel zurück an Entspannung, Erholung und Genuß!

Wir frühstücken bei warmen Wetter bereits auf der Terrasse, ziehen uns in der Mittagshitze in den schattigen Freisitz zurück und legen in den Abendstunden Fisch oder Steaks auf den Grill.
Wir bepflanzen unser Hochbeet mit Naschtomaten, Erbsen, Karotten und Salat, und ziehen uns in Kästen Küchenkräuter.
Wir liegen auf dem Rasen, spielen mit dem Hund, schwimmen im Pool oder springen auf dem Trampolin. Wir suchen Ostereier im Garten, feiern Kindergeburtstage oder Familienfeste, und im Herbst freuen wir uns über die Äpfel direkt vom Baum.
Der Garten ist unser Familientreffpunkt, den wir über alles lieben.

*****

Bei mir hört die Liebe allerdings auf, wenn vor lauter Rasen-Wahn das Betreten und Bespielen der Grünfläche untersagt wird, oder einzelne Hälmchen mit der Nagelschere in Form gebracht werden. Das ginge mir entschieden zu weit - hier würde ich einer Wildblumen-Wiese den Vortritt geben!

In diesem Sinne: fröhliches Gärtnern!

19. März 2015

Von der Blickfang in München, lieben Gästen und wunderbaren Begegnungen

Vergangenes Wochenende war gefüllt mit ganz wunderbaren Begegnungen. Eine gute Freundin kam für einige Tage zu Besuch, und wir genossen die gemeinsame Zeit bei guten Gesprächen und Ausflügen.

Zusammen besuchten wir in München die Blickfang. Dort bewunderten wir Dinge, die das Leben schöner machen... Kleinmöbel, Geschirr, Lampen, Mode u.v.m.
Am allermeisten aber bewunderte ich den elfenhaften Schmuck der Hofgoldschmiede und dessen Schöpferin Martina, die selbst wie eine Fee zwischen ihren Schätzen wirkte.

Ihren Blog kenne ich schon lange, aber sie selbst kennenlernen zu dürfen hat mich wahnsinnig gefreut!
Sie steckt ihr Herzblut in jedes der filigranen Schmuckstücke, und kann zu all ihren Kreationen tolle Geschichten erzählen... ich hätte ewig zuhören können!

Ab sofort steht ein Wochenend-Kurs in der Hofgoldschmiede auf meiner Liste für Herzenswünsche.
Auch meine Schwägerin aus Berlin kam letztes Wochenende für einen Blitzbesuch vorbei und war gerne gesehen, sie und der Liebste begleiteten uns übrigens auf die Messe.

Abends dinnierten wir vorzüglich beim besten Italiener wo gibt, nämlich unserem Nachbarn, der ein Restaurant im Ort hat. Die Küche ist jedes Mal grandios, aber leider auch die Preise...
Sonntags packte ich Freundin, Kinder und Hund ins Auto, und fuhr mit ihnen nach Bad Tölz an die Isar. Dort spazierten wir den Fluss entlang, begegneten einem lustigen Rentner und vielen Steinen... aber dazu ein anderes Mal mehr.

17. März 2015

Schnappschüsse und ein kleiner Spaziergang durch den Ort

Nun strecken auch in unserem Garten die ersten Frühjahrsboten ihre Köpfchen aus dem Boden, was für eine Freude!
Wenn mittags die Sonne rauskommt, ist es wunderschön draußen - wir legen Kissen auf die Gartenstühle und genießen die Wärme.
Im Ort hat die Eisdiele wieder geöffnet, und wir schon die erste Kugel to go mitgenommen. Nur zum Draußensitzen war es uns noch zu frisch...
Daheim laufen schon wieder Geburtstagsvorbereitungen, als nächstes ist Herr Sohnemann dran. Er freut sich jedes Mal so sehr auf seinen großen Tag!

Da wir geschenketechnisch etwas ratlos waren, durfte er einen konkreten Wunsch äußern, den wir ihm erfüllen werden. Er hat sich für einen Modelbausatz für ein ferngesteuertes Auto entschieden. Ein roter Ferrari. Da er hier nicht mitliest, kann ich ja verraten, dass er außerdem von mir einen Globus für den Schreibtisch, und einen tolles Bild-Lexikon über den menschlichen Körper bekommt.

Feiern möchte er dieses Mal ganz klassisch zu Hause - er möchte seine Freunde zu einer Übernachtungs-Party einladen. Das hatte er noch nicht, während die große Schwester diese Variante heuer bereits das dritte Mal machen wird.
Ich bin sehr gespannt, wie der Abend und die Nacht wird mit einer Horde junger Räuber...
Mit Yoda mussten wir am Wochenende in die Tierklinik fahren, da er über Nacht ein schlimm entzündetes Auge bekommen hatte. Sein Innenlid war so geschwollen, dass es aus dem Auge heraus zu quellen schien. Am Endes sah es wohl schlimmer aus, als es war. Nach zwei Tagen mit Antibiotika-Augentropfen ist es fast schon wieder gut.
Ich habe mir für diesen Frühling vorgenommen, wieder mehr Dinge zu Fuß zu erledigen. Aus Zeitmangel nehme ich viel zu oft das Auto, obwohl wir eigentlich so zentral wohnen...ts! Das wird sich ändern, denn ich erinnere mich noch gut daran, wie ich mich bei unserem Umzug vor knapp fünf Jahren freute, dass wir nun alles in unmittelbarer Nähe haben.

Seht Ihr den strahlenden Sonnenschein? So darf es gerne bleiben!