2. Juni 2012

3 Dinge für ein gelungenes Picknick

Kinder sind sehr kleine Leute und müssen noch viel lernen, um die große, weite Welt zu verstehen.
Gelegentlich können wir aber auch von Kindern lernen, worauf es wirklich ankommt, zum Beispiel bei einem guten Picknick.

Als vorgestern die Sonne zwischen den Regenwolken hervorbrach, beschlossen Fräulein Tochter und ihr kleiner Bruder, das schöne Wetter spontan für ein Picknick zu nutzen.

Was braucht man für ein Picknick?
Nicht viel.

Erstens

Nette Gesellschaft.
Nicht schwer zu organisieren, denn andere Kinder haben schließlich auch Ferien. Man braucht also nur die Straße entlang gehen und hier und da läuten - irgendwer hat immer Zeit.

Zweitens

Gutes Essen.
Auch kein Problem, denn Frau Papagena hat ja stets einen gut gefüllten Kühlschrank ein paar Dinge, aus denen sich rasch etwas machen lässt. Zum Beispiel klassische Wurst- und Käsebrote. Schmecken immer, solange sie aus einer Tupperbox zwischen Gänseblümchen und Löwenzahn verzehrt werden (am heimischen Abendbrot-Tisch sorgt gleiche Mahlzeit für weniger Begeisterung).
Als ich dann in der Speisekammer auch noch eine Tüte Marshmallows fand, war das Picknick schon gebongt (mit einer Joanna kann ich´s kulinarisch nicht aufnehmen... aber davon wissen die Kinder zum Glück nix!).

Drittens

Musik.
Sohnemann ließ es sich nicht nehmen, seine Mandoline einzupacken.
Kann er darauf spielen?
Nö.
Aber er bestand darauf, dass dieses kleine Saiteninstrument die perfekte Ergänzung sei.
Meinen dezenten Hinweis, dass es sich um ein wertvolles Instrument handelt, das bitte nicht am Spielplatz mit Sand befüllt werden solle, nahm er gnädig nickend zur Kenntnis.

***

So sah Frau Papagena vorgestern drei Kindern hinterher, die auf ihren Rollern mit Proviant-Tasche, Getränk und Mandoline Richtung Spielplatz fuhren, um dort, ohne störende Erwachsene, ein geselliges Picknick zu zelebrieren.

Kommentare:

  1. Da muss man erst mal draufkommen,eine Mandoline zum Picknick mitzunehmen.Ich hätte vielleicht an eine Mundharmonika gedacht(obwohl ich beides nicht spielen kann).Aber Hauptsache es hat Spaß gemacht,das picknicken.Liebe Grüsse Heike

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  2. Ja. Von Kindern kann man in der Tat noch was lernen. Oder besser: Sich ans wesentliche erinner. Sie sind nicht so "verplant" und "organisiert". Ob gestern etwas "ging" oder "nicht ging" spielt keine Rolle. Man kann immer alles neu Verhandeln.
    Toll finde ich das Vertrauen, das Du in Deinen Sohn hast. Ich weiß nicht ob ich das mit der Mandoline erlaubt hätte.
    Ich wünsch Dir noch erholsame Ferien.
    LG Sunstorm

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