19. September 2014

Alltagsgeplänkel // iPhoneography

Die erste Woche nach den Sommerferien ist um, und wir wieder im Alltag angekommen. Es wurden Schulsachen besorgt, beschriftet, Turnbeutel gepackt und Brotzeitbrote geschmiert. Die ersten Hausaufgaben wurden erledigt, und viel Materialgeld und Papiergeld und Geld für Schulbücher und Klassenausflüge bezahlt.

Bis spät in die Nacht saß ich über Schulbüchern, die mit Schutzfolie eingebunden werden sollten. Was für eine undankbare Aufgabe, wenn man dabei die Bücher NICHT mit Tesafilm bekleben darf... sowas gehört in die Kathegorie: "Wovor einen Niemand gewarnt hat, als man mit dem ersten Kind schwanger war".

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Ich habe angefangen, meinen Kleiderschrank auszumisten - es gibt kaum etwas Schöneres, finde ich!
Gut, vielleicht neue Klamotten zu kaufen.
Einen riesigen Stapel Jeanshosen konnte ich weg bringen, da sie zu groß geworden waren, ebenso ein paar Oberteile der Marke "Zelte zur Ganzkörper-Kaschierung". Pff, ebenfalls viel zu groß jetzt. Ist das geil, oder was?!

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Neuerdings laufen sehr viele unbekannte Gesichter durch die Abenddämmerung, denn in direkter Nachbarschaft wurde ein Heim für Asylbewerber geschaffen, in das nun die ersten Flüchtlinge eingezogen sind. Sollte man einfach mal hingehen und "Grüß Gott" sagen? Ich merke, dass ich nicht sehr erfahren bin im Umgang mit Menschen in Not... hier herrschte bislang beinahe kitschige Voralpenland-Idylle - von Großstadt keine Spur!

Wer heißt diese Menschen hier willkommen?
Wer vermittelt zwischen den unterschiedlichen Kulturen?

Da sind Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, und nun - ohne Hab und Gut - in unserem beschaulichen Ort einquartiert wurden. Wie geht es weiter? Wie kann ein freundschaftliches Miteinander entstehen? Wie kann man helfen?

Im Gemeindeblatt las ich, dass ein kleines Willkommensfest für die Nachbarschaft geplant sei - ich bin gespannt.

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Die letzten beiden Tage beobachtete ich am Himmel ein außergewöhnliches Phänomen: ein heller, warmer Fleck drängte zwischen die Wolken - ich kniff geblendet die Augen zusammen und überlegte, ob mir das irgendwie bekannt vorkäme.
Dann erinnerte ich mich, man nennt es SONNE.

Sofort wurden die Gartenhandschuhe übergezogen, und Hecke geschnitten, Laub gerecht und einige Stauden umgepflanzt. Mittlerweile regnet es wieder in Strömen - man kennt das ja schon nicht mehr anders.

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Die letzten Tage bin ich spätestens um 21:30 Uhr ins Bett gegangen. Vielleicht liegt es daran, dass ich morgens wieder früh aufstehe?
Oder Herbstmüdigkeit?
Oder einfach nur lange Tage, vollgepackt mit Erledigungen aller Art?

Ich merkte, dass ich so viel Schlaf wie möglich brauchte, um bei Kräften zu bleiben. Das frühe Zubettgehen hat mich durch diese Woche gerettet.
Heute Abend möchte ich aber mal wieder so richtig gemütlich auf dem Sofa liegen und in die Glotze glotzen, jawoll!
Schließlich können wir morgen ausschlafen (zumindest, bis der Hund raus muss).

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Hand aufs Herz: habt Ihr schon einmal kurz an Weihnachten gedacht?

Ich habe mich diese Woche dabei ertappt, über Geschenke nachzudenken. Die letzten Jahre wurde die Weihnachtszeit für mich immer stressiger, jedes Mal dachte ich hinterher, dass ich im nächsten Jahr früher mit dem ganzen Krempel (hauptsächlich Geschenke besorgen) beginnen sollte. So kurz vor knapp ist dann auf einmal Nikolaus, Adventskalender müssen her, Plätzchen gebacken und ein Kranz mit Kerzen besorgt werden - mir graut es jetzt schon!

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Mein Handy ist seit einigen Tagen in Reparatur. Also weg.
Also nicht hier, bei mir.
Ich leide.
Ich kann mein Essen nicht knipsen und keine unwichtigen Kurznachrichten an liebe Menschen verschicken. Ich kann unterwegs keine Blogkommentare lesen und muss im Wartezimmer bei Logopäden in Zeitschriften aus echtem Papier blättern. Dass es die überhaupt noch gibt, ts!

Kommentare:

  1. Schöne Bilder hast du eingefangen. So herrlich kunterbunt gemischt :-) Gerade heute kam mir eine Idee für die Adventskarten! :-) Es geht echt nicht mehr lange und dann heisst es schon bald: Herzliche Willkommen 2015!
    Toll dass du einige Kleider aussortieren konntest,weil sie zu gross sind. Das ist auch mein Ziel...
    Liebe Grüsse Alizeti

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  2. Liebe Papagena, bei uns gibt es im Schreibwarenladen vor Ort ein wundervolle Gerät, welches in sekundenschnelle Bücher mit einer Folie absolut passgenau einschweißt. Kostenpunkt 1.50-2.00€ pro Buch. Schont die Nerven, sieht klasse aus und sitzt ;). Erkunde dich doch mal für das nächste Schuljahr.
    LG, Nane

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    1. Liebe Nane,
      ich bin da so im Zwiespalt... denn die Folie für ALLE Bücher hat 2,50 EUR gekostet.
      Würde ich die Bücher binden lassen, wäre ich schnell 10,00 - 12,00 EUR los.
      Hm. Die Nerven würde es auf jeden Fall schonen...
      Vielleicht gönne ich mir den "Luxus" beim nächsten Mal.

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  3. Deine Bilder sind so hübsch! So lebensecht ;-).....gefallen mir total gut! Und Bücher einschlagen...tsss...Galerenarbeit bei drei Kindern! GlG Anne

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  4. Bei uns müssen die Kinder ihre Hefte selber während der Schulzeit einschlagen, und dabei haben alle denselben Einband...das nervt die Kinder....
    hihi....mich nicht...
    Zu Bild 5 : du hast sowieso eine megatolle Ausstrahlung und ein hübsches Gesicht, aber auf diesem Bild siehst du ein bisschen wie ein Manga aus *grins* ich finds toll!
    Lg Carmen

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    1. Danke liebe Carmen!
      Obwohl ich nicht sicher bin, ob es so toll ist, wie ein Manga auszusehen... *zwinker*

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  5. Eine wunderbare Bildersammlung . Klamotten aussortieren ist immer gut . Da freut man / Frau sich auf den nächsten Einkaufsbummel . Bei uns war das Wetter recht gut , bis jetzt . Ab nächste Woche soll es aber kälter werden . Mal schauen , ob der Wetterfrosch dieses Mal richtig liegt . :) :)
    Liebe Grüsse Heike

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