7. Juli 2014

Wanderlust {Wendelstein}

Neulich packte uns die Wanderlust. Wir machten uns daher mit Verwandtschaft und Freunden auf den Weg zur Mitteralm am Wendelstein, um zwei Tage Bergluft zu schnuppern.

Während ein Teil der Gruppe den Aufstieg bis zur Hütte zu Fuß zurücklegte, nahm Familie Papagena die Zahnradbahn, denn das Gepäck war unverschämt schwer, und Regen kündigte sich an.
Auf der Mitteralm angekommen, wurden uns die reservierten Schlaflager zugewiesen und Hausschuhe verteilt. Nach einem zünftigen Abendbrot (inzwischen goss es draußen wie aus Eimern) saßen wir bis spät in den Abend gemütlich in der Stube, spielten Karten und Spiele und hatten es wirklich lustig.
Unser Schlaflager hatte 12 Betten - 9 davon beanspruchten wir. In der zweiten Nacht wurden auch die restlichen Betten belegt, da eine große Geburtstagsfeier auf der Hütte stattfand und jeder Schlafplatz benötigt wurde.
 Sind die Betten nicht niedlich? Wie bei den sieben Zwergen, oder?
Der Liebste fühlte sich übrigens wirklich wie bei den Zwergen, ihm ragten die Füße mindestens 20 Zentimeter übers Bett hinaus...
Am nächsten Morgen gab es bei strahlendem Sonnenschein ein wunderbares Frühstück mit Bergpanorama, und anschließend einen kraftraubenden Anstieg zum Gipfel des Wendelsteins.
Zu Beginn des Anstiegs schlängelte sich ein kleiner Trampelpfad durch ein Waldstück und über Almwiesen. Doch je höher wir kamen, desto weniger ließ sich ein Weg ausmachen. Die letzte Stunde kraxelten wir über Stein- und Geröllhalden, lediglich mit Sprühfarbe markierte Felsen wiesen uns die Richtung.
Zwischendurch zwang mich die Anstrengung zum Stehenbleiben und Luftholen - eine gute Gelegenheit, um die gigantische Aussicht zu genießen! Während Frau Papagena verschnaufte und in die Ferne blickte, fanden die Kinder immer wieder kleine Felshöhlen, die neugierig erkundet wurden.
Teilweise befand sich direkt neben dem Weg der steile Abgrund, was in mir etwas mulmige Gefühle hervorrief... beinahe musste ich mit einem Anflug von Schwindel kämpfen.

Gut, das der Liebste die Kinder fest unter seine Fittiche genommen hatte und ich mir keine Sorgen um sie machen musste!
Oben angekommen, belohnten wir uns mit Mittagessen und kalten Getränken für die Strapazen, genossen den Ausblick und waren sehr stolz auf uns.
Leider überkam mich nach der Anstrengung ein fürchterlicher Migräne-Anfall, so dass ich den Abstieg mied und bis zur Mittelstation mit der Zahnradbahn fuhr. Bis zur Ankunft der restlichen Truppe legte ich mich mit Aspirin ins Bett.

Später am Abend wurde auf der Hütte gegrillt, und für die Geburtstagsfeier waren zwei kernige Burschen mit Gitarre angereist, die für gute Stimmung sorgten. Wer mochte, konnte sogar das Fußfallspiel sehen.
Beim Erkunden der Gegend rund um die Hütte entdeckten die Kinder einen kleinen Bach und freilaufende Kälber auf der Wiese - sie hatten viele Stunden ihren Spaß da draußen.
Es wurde mit vereinten Kräften ein kleiner Staudamm errichtet...
... während nur ein paar Schritte entfernt die Kühe vom klaren Quellwasser tranken.
Die zwei Tage vergingen für uns wie im Flug, doch wir waren uns einig, dass so ein Ausflug wiederholt werden muss. Vielleicht schaffen wir es, für nächstes Frühjahr eine der begehrten, etwas abgelegeneren Almhütten zu reservieren, zum Beispiel die Gindelalm.
Dort gibt es nicht einmal Strom - das wäre doch mal ein Abenteuer!
Zuletzt zeige ich Euch noch den alten Wendelsteingeist - könnt Ihr ihn entdecken?

Kommentare:

  1. Die Wanderung war bestimmt auch anstrengend . Tolle Fotos hast du gemacht . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  2. Ja klar, ganz deutlich!
    Ein toller Ausflug! Danke fürs "Mitnehmen"!

    LG,
    Sonja

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  3. Ein tolles Abenteuerwochende! Die Wanderung klingt spannend und anstrengend, aber der Stolz es geschafft zu haben und der Blick von ganz oben entlohnen immer für all die Anstrengung.

    Herzlich, Katja

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