26. März 2014

Führung durch die Allianz-Arena

Mein Geburtstag und der des Liebsten liegen nur 2 Tage auseinander. Praktisch, denn so können wir quasi gemeinsam feiern und bekommen hin und wieder auch gemeinsame Geschenke.

Dieses Jahr wurden wir von Schwager und Schwägerin mit einer Führung durch die Allianz-Arena überrascht.

Selbstverständlich war ich noch nie in einem Fußballstadion.

Das liegt daran, dass ich überhaupt keine Ahnung von diesem Ballsport habe - ich gucke höchstens mal Fußball, wenn WM ist. Genau deshalb habe ich mich über diesen Blick hinter die Kulissen sehr gefreut - und irgendwann möchte ich so richtig live und in Farbe ein Spiel erleben, denn die Stimmung kommt in einem leeren Stadion nicht rüber...
Wir hatten uns den windigsten Sonntag des Jahres ausgesucht und wurden am Eingang fast davongeweht.
Die Architektur des Treppenhauses erinnerte mich stark an die Optik einer Waldorfschule - Rudolf Steiner hätte bestimmt seine Freude gehabt in der Arena!
An Charme und Ambiente wurde nicht gespart, Sichtbeton und Industrie-Style sind mega-angesagt! Die robuste, pflegeleichte und wetterbeständige Bausubstanz hat sich übrigens weltweit auch in Parkhäusern bewährt!
In einem kleinen Werbefilmchen erfährt man, dass sich die Arena stark an der Bauweise des römischen Amphitheaters orientiert, was ich sensationell finde. Dachte ich doch bisher, dass sämtliche Arenen die Bauweise der Antike zum Vorbild hätten.
Seht Ihr die großen Wägen, die den Rasen gelb beleuchten?

Das ist künstliches Sonnenlicht und sorgt für sattes, gleichmäßiges Wachstum. Ich habe während der Führung gelernt, dass so ein Stadion-Rasen ungeheuer teuer ist, und daher jede Menge Pflege und Aufmerksamkeit für möglichst lange Haltbarkeit braucht. Er wird beheizt, gewässert und sonnenbestrahlt. Fehlen nach einem Spiel ein paar Stückchen, gibt es extra für diesen Zweck einen Ersatzrasen außerhalb des Geländes, mit dessen Gras kleinere Löcher geflickt werden können.
Dies ist übrigens exakt der Blick, den die Spieler haben, wenn sie ins Stadion einlaufen. Wir durften den Rasen leider nicht betreten, aber immerhin bis an den Rand des Feldes gehen, um die Perspektive zu erleben.
Heiliger Boden, über den schon unzählige verschwitzte Fußballgötter getrabt sind...
 Hier werden die Ballgötter gelockert und geknetet...
 ... und hier sind ihre Mannschaftskabinen. Unten seht Ihr die Helden-Galerie der Neuzeit. Ja, man feiert sich hier gerne selbst.
Fasziniert hat mich die futuristische Außenfassade des Stadions, sie besteht aus zahllosen luftgefüllten Membrankissen. Auf dem Bild unten habe ich ein Stückchen Folie in der Hand, aus der die rautenförmigen Kissen gemacht wurden.
Inzwischen ist die Münchner Allianz-Arena längst ein neues Wahrzeichen der Stadt und beeindruckt abends während der Spiele mit ihrer rot oder blau leuchtenden Fassade.

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Hier habe ich seinerzeit übrigens mit Fräulein Tochter ein Fußballspiel kommentiert *klick*

Kommentare:

  1. Tolle Fotos und ein interessanter Rundgang . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  2. Ich gebe zu, dass ich den Verein überhaupt nicht mag, aber Deinen Bericht und vor allem die Fotos find ich richtig toll!!! VLG

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  3. Herzlichen Glückwunsch nachträglich erstmal. Wenn Geburtstage so beieinander liegen, finde ich das prima. Ist bei uns auch so:) Und ich glaube, ich weiß gar nicht, wie oft ich schon in einem Stadion war. Das erste Mal mit vier Jahren, glaube ich:) LG Sabina OceanblueStyle

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