14. November 2013

Mit Kindern im Supermarkt

Mit Kindern im Supermarkt einkaufen kann so Spaß machen.

Sie dürfen den Wagen schieben und Dinge von der Einkaufsliste zusammentragen, sie bekommen eine Extrascheibe Wurst geschenkt und während ich an der Kasse zahle, klettern sie auf dem Schaukelauto(wahlweise auch Schaukelschiff oder Schaukelelefant) herum.
Alle sind entspannt, während der Heimfahrt drehe ich das Radio auf - gute Laune pur!

Es gibt aber Tage, da wird der Einkauf mit Kindern zur Zerreißprobe...

Es fängt damit an, dass sie gar keinen Bock auf Einkauf haben. Mit langen Gesichtern schlurfen sie hinter mir her, fangen bereits am Eingang an zu sticheln und zu streiten. Sie knuffen, schubsen und treten sich hinter meinem Rücken. Wenn ich schon halbwegs ärgerlich bin, fängt die Nörgelei "Haben-will" an. Überall sind Dinge, die man wirklich dringend brauchen kann... Süßigkeiten, Spielzeug, bunte Filzstifte oder Kinderzeitschriften... die Bettelei nimmt kein Ende. Ebenso wenig die Diskussion, die Gesichter werden immer mürrischer, die Laune sinkt mit jedem Gemotze weiter in den Keller.

Sätze, wie "Menno, NIE dürfen wir was haben!" sind in solchen Momenten reinste Provokation - ich muss stark an mich halten, um die Contenance zu wahren.

Dani hatte wohl heute so einen Tag  und das Drama ganz vortrefflich zusammengefasst.

Ich habe übrigens schon mal über diesen Spaß im Supermarkt geschrieben, das ist aber ein paar Jahre her.

Habt Ihr auch solche Einkaufserlebnisse mit dem Nachwuchs? Wie beugt Ihr vor, um Dramen zu vermeiden?


***


Und weil mir gerade danach ist... etwas Reklame in eigener Sache:
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Wer hat Lust, mir sein Herz zu schenken?

Kommentare:

  1. Wie man vorbeugt??? keine Ahnung... sämtliche Versprechungen "Du darfst Dir eine Süßigkeit aussuchen" bringen ja eh nichts im Paradies der Versuchungen.. wie Du schreibst: Süßigkeiten, Stifte, Spielsachen, Zeitschriften und und und auch ein Kuchen soll es immer sei.... Aber immerhin ist es schön zu lesen, dass es anderen auch zu gehen... Du hast mir damit ein Lächeln ins Gesicht gezaubert... vielen Dank dafür :-*
    LG
    Pamy

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  2. Hier funktioniert das Einkaufen meist recht gut. Aber nur und ausschließlich wenn ich VORHER DAHEIM schon klar mache, es gibt nichts, es wird nicht gerannt, es wird nicht gemotzt oder gekreischt sonst sitzt du im Auto!!!
    Wehe ich vergesse diese Ansage mal!! *grusel*

    LG
    Susi

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  3. Aber natürlich , wer kennt das nicht . Ich glaube , da kann sich auch niemand von freisprechen , das die eigenen Kinder das auch ab un zu tun . :) Aber alles halb so wild , das gibt sich . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  4. Bei dem Thema kann ich leider nicht mitreden, da ich keine Kinder habe, aber mein Herz habe ich dir geschenkt.

    Alles Liebe
    Nina

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  5. Haha! Es ist SO schön zu wissen, dass dieses Drama wirklich überall mal vorkommt.
    Zum Glück kann ich im Nachhinein drüber lachen :-)
    GLG!

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  6. Der "Höhepunkt" unseres gemeinsamen Familien-Erlebnis-Einkaufens war der Tag, als meine große Tochter (damals etwa 5) den kompletten Einkaufswagen mit dem darin sitzenden kleinen Bruder (knapp 2 Jahre) umwarf, weil sie unbedingt auch noch reinklettern wollte. Sie lag drunter, Einkäufe und Bruder purzelten über den Boden, ein Gebrüll wie im Tigerkäfig, mein Mann fassungslos daneben und ich wünschte mir nichts mehr als ein Loch im Boden, in dem ich einfach nur verschwinden konnte. Das war das letzte Mal, das wir alle zusammen einkaufen gingen. Natürlich musste ich hin und wieder ein oder mehrere Kinder mitnehmen, aber ich gab schon vorher die Losung aus, dass ich NICHTS, aber auch gar NICHTS extra kaufe, was nicht auf der Liste steht. Das führte nicht selten zu der klassischen Szene mit einem brüllenden, um sich schlagenden Kind auf dem Boden, ich stand äußerlich ungerührt daneben und wartete ab oder - in Zeitnot - schleppte ich das schreiende Wesen auch mal unter dem Arm wieder aus dem Laden. Mehrfach bin ich von älteren Damen deswegen angesprochen worden, zumeist aber lobend. Die Kinder haben das dann doch recht schnell gelernt und Trotzanfälle im Supermarkt gehörten bald der Vergangenheit an. Kind Nummer drei als Nachzügler fing natürlich auch wieder mit der Quengelei an und ich kaufte wenn irgend möglich nur abends alleine ein. Wenn es doch dabei war, murmelte ich mir selbst Durchhalteparolen vor. Heute sind die Sprösslinge 19, 16 und 10 Jahre alt und das Einkaufen geht wieder recht entspannt. EINE Süßigkeit oder EINEN bunten Joghurt erlaube ich eigentlich immer, ansonsten bleibe ich stur wie ein Ochse :-) Und ich lächle mitfühlend, wenn ich junge Mütter bei diesem immer gleichen Kampf beobachte.....

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