8. Juli 2011

Leben wir das Leben, das wir uns wünschen? // Gedanken über den richtigen Zeitpunkt, das Leben zu genießen

Eine liebe Freundin hat mir nach meinem letzten Post folgende Zeilen zukommen lassen. Ich finde sie so schön, dass ich sie hier zeigen möchte:


Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte
-Erma Bombeck-



Ich würde mich ins Bett legen, wenn ich krank bin, anstatt zu denken die Welt stehe still, wenn ich für einen Tag nicht da bin.

 Ich würde die schöne Kerze anzünden, bevor sie in der Vitrine schmilzt.


Ich würde weniger reden und mehr zuhören


Ich würde Freunde zum Essen einladen, auch wenn der Teppich fleckig und das Sofa abgeschossen ist.

 Ich würde Popcorn im "guten" Esszimmer essen und mir weniger Gedanken über den Schmutz machen, wenn jemand das Kamin anzünden will.



Ich würde mir Zeit nehmen, meinem Grossvater zuzuhören, wenn er gedankliche Streifzüge durch seine Jugend unternimmt.


Ich würde meinem Ehemann mehr helfen, die Verantwortung zu tragen


Ich würde nicht reklamieren, wenn jemand im Auto die Fenster aufmacht, nur weil meine Haare frisch frisiert sind.


Ich würde mit meinen Kindern im Gras sitzen und mir keine Gedanken über die Grasflecken machen.


Ich würde weniger heulen und lachen während ich TV schaue, aber mehr während ich das richtige Leben beobachte.


Ich würde nichts mehr kaufen nur weil es praktisch ist, nicht verschmutzt oder eine lebenslange Garantie hat.

 Ich würde mir die 9 Monate der Schwangerschaft nicht mehr wegwünschen, sondern jeden Moment geniessen und realisieren, dass das Wunder des Wachsens in mir die einzige Möglichkeit ist, Gott bei einem Wunder zu unterstützen!



Wenn meine Kinder mich heftig küssen wollen, würde ich nie mehr sagen: "Später, geht jetzt und wascht euch die Hände, wir essen gleich"


Es würde mehr "ich liebe Dich", mehr "es tut mir leid" geben.


Aber vor allem würde ich, wenn ich nochmals eine Chance im Leben hätte, jede Minute auskosten, anschauen und sie wirklich sehen.... sie leben... und niemals zurück geben. Ich würde mich nicht mehr mit Kleinigkeiten abgeben und darüber klagen. Macht Euch keine Gedanken über jene, dich Euch nicht mögen, mehr besitzen oder über das was sie tun.


Lasst uns stattdessen die Beziehungen hegen und pflegen zu jenen die uns lieben. Denken wir an die Dinge, mit denen uns Gott gesegnet hat. Und was wir jeden Tag tun können um uns selbst mental, physisch, emotional wie auch geistig zu fördern.


Das Leben ist zu kurz um es einfach vorbeiziehen zu lassen. Wir haben nur dieses eine und dann ist es vorüber.


Ich hoffe, Ihr habt alle einen gesegneten Tag!


Erma Bombeck
(nachdem sie erfahren hatte, dass sie ihren Kampf gegen den Brustkrebs verlieren wird)


Übersetzt von Susanne R. 

Kommentare:

  1. Nu hab ich Gänsehaut...
    Schön!
    Danke fürs reinstellen!
    Ein wundervolles Wochenende wünsch ich Dir!!!

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  2. Sehr schöne Zeilen, in diesem und dem Post, auf den es sich bezieht. Ich stimme beidem zu, und muß sagen, vieles davon leb ich schon seit langem genau so, alleine schon aus bequemlichkeit und freude am leben :o)
    nur einem muß ich widersprechen, die neun monate schwangerschaft kann man super 8 monate lang genießen, aber die letzten paar wochen... nenene, die müssten vieeel schneller vergehen!! ich steck gerade mittendrin, und mag nicht mehr, so schön es auch ist, schwanger zu sein!

    lg und ein schönes Wochenende, Christina!!!

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  3. Danke für das Teilen mit uns.
    So wahr die Worte von Erma. Doch sie zu leben, dass ist nicht immer einfach. Doch denke ich, dass man sich dessen immer wieder bewußt werden sollte. Stückchen für Stückchen kann man es im Alltag umsetzen.

    Hab einen schönen Abend,
    lieben Gruß
    Teresa

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  4. Ein schöner Post... und als ich den Schlußsatz las, fühlte ich mich noch mehr verbunden mit E. B., denn meine Mutter verlor auch den Kampf gegen den Brustkrebs. Und während ich deinen Post las, musste ich an sie denken... weil sie nämlich kurz vor ihrem Tod sagte, sie hätte ein schönes Leben gehabt, es sei okay...
    Oft dachte ich in den letzten 3 Jahren darüber nach, wie ich empfinden würde, wäre ich jetzt in der Situation. Und ich musste mir eingestehen: nein, mein Leben war nicht so schön, wie ich es mir jetzt wünschen würde... ich würde noch so viel machen wollen... und vieles ist nicht so, wie ich es mir wünsche... Ein Beispiel, was ich jetzt hier so öffentlich nennen kann, ist z.B. der Beruf. Ich war noch NIE glücklich mit meinem Beruf bzw. dem Job, den ich jeweils habe/hatte. Gut, sehe ich das jetzt einfach nur falsch, habe ich da einen zu großen Anspruch oder hätte ich da doch mehr "Anspruch" auf Zufriedenheit?? Ich "muss" ja auch arbeiten und somit hat das Ganze noch mehr Gewicht. Aber ich weiss auch nicht so recht, wie ich es ändern kann....!
    Und nach dem Tod meiner Mutter sehe ich es aber auch so (was auch zu deinem vorherigen Post passt): ich lebe im "hier und jetzt" und nicht gestern oder morgen... Es kann so schnell vorbei sein, deshalb soll man den Moment geniessen, sich daran erfeuen, täglich vom "guten" Geschirr essen und nicht immer denken, "ach später will ich ja dies und das machen" - nein, wenn nicht jetzt, wann dann?
    Aber in der Praxis ist es oftmals schwer, für mich in meiner Situation jedenfalls.
    Viele liebe Grüße von Ann

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  5. ..oh Papagena, wie wunderschön! Es trifft auch meine wunden Stellen so genau.
    Genieße den Moment!
    Monika

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  6. Liebe Ann,

    ganz besonderen Dank heute an Deinen so ehrlichen und berührenden Kommentar!
    Du hast Dich mit Deinen Zeilen sehr mutig geöffnet und Deine Worte beeindrucken mich sehr!

    Ich würde mich sehr für Dich freuen, wenn sich für Dich Dir in der beschriebenen Situation (die Unzufriedenheit im Beruf) recht bald eine Lösung auftun würde!
    Ich weiß, dass es eine große Portion Mut erfordert, eingefahrene und auch "gewohnte" Lebensweisen zu durchbrechen und evtl. einen Neuanfang zu wagen!
    Doch wenn das Gefühl überwiegt, dass es eigentlich nur besser werden kann - worauf wartest Du noch?

    Manchmal kann einem beim Entscheiden solcher weitreichenden Dinge auch Hilfe von "außen" helfen...
    Mit jemandem die Dinge durchzusprechen, zeigt einem manchmal viel deutlicher die eigenen Denkmuster oder Ängste auf...

    Ich hoffe, Du traust Dich und bin mir sicher, es lohnt sich für Dich!

    Alles Liebe,
    und auch wenn wir uns nicht kennen:
    ich drück´Dich jetzt mal!

    Papagena

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  7. Das ist ein wirklich wunderschöner Text und so wahr! Ein guter Denkanstoß, um seine Gewohnheiten mal etwas in Frage zu stellen. Danke für diesen Post.
    Liebe Grüße, Biene.

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